HEIMORDNUNG für das JOHANNES KEPLER HEIM

Auszug – Geänderte Fassung vom 13. Dezember 1995

Altenbergerstraße 74, 4040 Linz

§ 1

(1) Jede(r) HeimbewohnerIn ist verpflichtet, ein Konto zu eröffnen. Der Heimbeitrag wird zu Beginn jedes Monats von diesem Konto im Voraus, Strom und etwaige sonstige Forderungen im Nachhinein abgebucht. Der Heimpreis wird vom Vorstand des Studentenhilfsvereins in Linz als gemeinnütziger Heimträgerverein entspr. § 13 StEG, BGBl. 1986/291, zu Beginn jedes Studienjahres festgesetzt.

(2) Unbeschadet der Bestimmungen des Heimstatuts ist der Vorstand des Heimträgervereins berechtigt, bei unbegründetem Zahlungsrückstand von mehr als 4 Wochen mit dem Entzug des Heimplatzes vorzugehen. Rückstände von mehr als 8 Wochen ziehen automatisch die Übergabe der Unterlagen an den Rechtsvertreter des Heimes zur Einbringung der Forderung nach sich.

§ 2

(1) Jede(r) HeimbewohnerIn hat die im StHG § 6 angeführten Rechte und Pflichten.

(2) Jede(r) HeimbewohnerIn hat sich so zu verhalten, dass andere HeimbewohnerInnen nicht gestört werden.

(3) Von 22.00 bis 6.00 Uhr hat unbedingt Nachtruhe zu herrschen. Ruhestörungen während dieser Zeit werden als grobes Vergehen gegen die Heimgemeinschaft betrachtet.

(4) Gemeinschaftseinrichtungen wie Waschmaschinenräume, Hallen- und Buffetbereich stehen den HeimbewohnerInnen frei zur Verfügung. Sie haben aber darauf zu achten, dass diese Einrichtungen in einem ordentlichen Zustand gehalten werden. Die Benützung des Vortragsaales und der Seminarräume bedarf der besonderen Genehmigung durch die Heimleitung.

(5) Gemeinschaftsveranstaltungen, die grundsätzlich nur in den Gemeinschaftsräumen stattfinden können, bedürfen der Genehmigung der Heimleitung. Dieser setzt im Einvernehmen mit dem/der HeimsprecherIn auch die Dauer der Veranstaltung fest. Das zuständige Hauspersonal ist davon zeitgerecht zu informieren. Alle benützten Räumlichkeiten sind von den Veranstaltern bis 6.00 Uhr Früh in einen Zustand zu bringen, der eine übliche Reinigung gewährleistet.

(6) Jede(r) während der Nachtruhe Heimkommende hat das Haustor gewissenhaft zu schließen.

(7) Die Fluchttüren zu den Außenstiegen sind immer sorgsam zu schließen.

§ 3

(1) Heimfremde Personen dürfen nicht ohne ausdrückliche Erlaubnis der Heimleitung im Heim übernachten. Zuwiderhandlungen sind dem/der StockwerksprecherIn bzw. der Heimleitung zu melden. Bei Übertretung dieser Bestimmung verliert der/die hausfremden Personen aufnehmende HeimbewohnerIn im Wiederholungsfall den Heimplatz.

(2) Es ist den HeimbewohnerInnen ausdrücklich untersagt, ihre Räume an Dritte weiterzugeben oder diese ganz oder teilweise zu vermieten. Zuwiderhandlungen führen Ausschluss aus dem Heim.

(3) Alle BesucherInnen haben sich an die Hausordnung zu halten. Jede(r) HeimbewohnerIn, der/die Besuche empfängt, ist für deren Verhalten im Heim allein verantwortlich.

(4) Zimmerschlüssel dürfen heimfremden Personen nicht überlassen werden.

(5) Der Heimleitung sowie dem Hauspersonal ist der Zutritt zu sämtlichen Räumlichkeiten gem. StHG § 6. (1) Z. 2 gestattet.

(6) Bei gesellschaftlichen Veranstaltungen des Heims, übt die Heimvertretung einvernehmlich mit der Heimleitung das Hausrecht aus. Sie sorgen dafür, dass bei solchen Gelegenheiten der gute Ruf des Heimes gewahrt bleibt. Grundsätzlich haben nur geladene Gäste Zutritt zu Heimveranstaltungen, wobei derjenige/diejenige HeimbewohnerIn für das Verhalten der Gäste verantwortlich ist, der sie eingeladen hat.

§ 4

(1) Jede(r) HeimbewohnerIn ist verpflichtet, das Inventar seines Zimmers und aller sonstigen Räume mit größtmöglicher Schonung zu behandeln, Verschmutzungen zu vermeiden und Beschädigungen oder Verluste unverzüglich zu melden. Er/Sie hat sein/ihr Zimmer stets in Ordnung zu halten.

(2) Für jedes Zimmer wird bei Einzug im Beisein des/der HeimbewohnerIn eine Inventarliste erstellt, die von diesen unterzeichnet werden muss (im Doppelzimmer beide). Für Schäden muss jede(r) HeimbewohnerIn selbst aufkommen, außer für Schäden, die durch normale Abnutzung entstehen. Alle Schäden müssen der Heimleitung gemeldet werden, die eine möglichst rasche Behebung veranlasst.

(3) Beide ZimmerbewohnerInnen haften zu ungeteilter Hand.

(4) Dem Wartungspersonal ist ab 8.30 Uhr ungehinderter Zutritt in die Zimmer zu gewähren. Es ist den HeimbewohnerInnen untersagt, dem Wartungspersonal Anweisungen zu geben oder diese für persönliche Dienstleistungen heranzuziehen.

(5) Bei Schlüsselverlust ist die Heimleitung zu verständigen, die den Austausch des Türzylinders auf Kosten des/der VerlustträgerIn veranlasst. Der alte Türzylinder verbleibt beim Heim. Das Nachmachen von Schlüssel ist grundsätzlich nicht gestattet.

§ 5

(1) Sämtliche von den HeimbewohnerInnen betriebenen Elektrogeräte müssen den jeweils gültigen gesetzlichen Sicherheitsbestimmungen entsprechen.

(2) Die Tierhaltung jeglicher Art im Heim ist verboten.

§ 6

(1) Es liegt im Interesse jedes/r HeimbewohnerIn sein/ihr Zimmer während seiner Abwesenheit geschlossen zu halten und den Zimmerschlüssel mit sich zu nehmen. Für abhanden gekommenes oder beschädigtes Privateigentum haftet das Heim oder dessen Eigentümer nicht, außer im Falle von Verschulden durch den Heimträger oder dessen Angestellte.

(2) Jede(r) HeimbewohnerIn ist aufgerufen, im Verbrauch von Wasser und Energie sparsam umzugehen und während der Heizperiode Türen und Fenster möglichst geschlossen zu halten.

§ 7

(1) Das Waschen von Kraftfahrzeugen im Heimbereich ist untersagt, ebenso das Durchführen von Service- und Reparaturarbeiten.

(2) Die Benutzung der Parkplätze und Außenanlagen erfolgt auf eigene Gefahr.

(3) Kraftfahrzeuge dürfen auf dem heimeigenen Parkplatz nur dann abgestellt werden, wenn der/die HeimbewohnerIn eine Parkberechtigungskarte sichtbar angebracht hat. Diese Parkberechtigungskarte ist im Sekretariat erhältlich. Jeder Missbrauch, Parken auf Verkehrsflächen, Verstellen von Zufahrten für LKW (z.B. Versorgungsfahrzeuge, Müllabfuhr, Feuerwehr etc.) oder Parken auf nicht als Parkplatz gekennzeichneten Flächen kann mit dem Entzug der Parkberechtigung geahndet werden. Jede(r) FahrzeuglenkerIn, der/die ein Auto ohne Parkberechtigungskarte auf dem Heimparkplatz abstellt oder verkehrsbehindernd parkt, muss mit einer zivilrechtlichen Klage und Abschleppen rechnen.

(4) Sämtliche Außenflächen und Grünanlagen sind pfleglich zu behandeln.

§ 8

(1) Von neu eintretenden HeimbewohnerInnen sind folgende Nachweise zu bringen:
a) IBAN / BIC
b) Inskriptionsbestätigung oder Nachweis, dass sich der Student im Prüfungsstadium befindet
c) Nachweis der erfolgten polizeilichen Anmeldung

(2) Neu eingetretene BewohnerInnen haben sich unaufgefordert der Heimleitung, dem/der HeimsprecherIn, dem/der StockwerksprecherIn und ihren Zimmernachbarn vorzustellen.

(3) Von allen HeimbewohnerInnen ist auf Verlangen der Heimleitung zu bringen:
a) spätestens 4 Wochen nach Ende der Inskriptionsfrist des laufenden Semesters: Inskriptionsbestätigung
b) am Ende eines jeden Studienjahres: Studiennachweis entsprechend den Bestimmungen der Studienordnung

§ 9

(1) Die Heimvertretung besteht mindestens aus 13 Heimbewohnern. Diese sind: 11 StockwerkssprecherInnen, 1 HeimsprecherIn, HeimsprecherstellvertreterIn. Der Wahlmodus ist in der Geschäftsordnung der Heimvertretung festgelegt.

§ 10

(1) Diese Heimordnung tritt mit Zustimmung des Heimvorstandes, der Heimleitung und der Heimvertretung in Kraft.

(2) Verstöße gegen diese Heimordnung werden als grobes im Sinne § 2 (2) der Heimverfassung gegen die Heimgemeinschaft behandelt.

Linz, am 13. Dezember 1995