HEIMORDNUNG für das JOHANNES KEPLER HEIM

Studentenhilfsverein in Linz – Gemeinnütziger Heimträger

Geänderte Fassung vom 26. Juni 2019
Altenberger Straße 74, 4040 Linz

Regeln für ein gutes und harmonisches Zusammenleben in einer großen Wohngemeinschaft.

(Zusätzliche Erklärungen sind in den Heimrichtlinien festgelegt, welche alle Heimbewohner/innen jährlich am Beginn des Studentenheimjahres bzw. beim Einzug unterfertigen müssen.)

 

§ 1

Die Aufnahme in das Studentenheim erfolgt auf Grund eines schriftlichen Ansuchens durch die Heimleitung. Eine allfällige Warteliste kann gegebenenfalls im Aufnahmeausschuss vorgelegt werden.

 

§ 2

  1. Von neu eintretenden Heimbewohnern/innen sind folgende Nachweise zu bringen:
    (a) Inskriptionsbestätigung oder Nachweis, dass sich der/die Studierende im Prüfungsstadium befindet
    (b) Kopie des Reisepasses oder Personalausweises
    (c) IBAN und BIC, SEPA Lastschrift Ermächtigung
  2. Von allen Heimbewohnern/innen ist auf Verlagen der Heimleitung, spätestens am Ende eines jeden Studienjahres, ein Studienerfolgsnachweis entsprechend den Bestimmungen der Studienordnung zu bringen.

 

§ 3

  1. Jeder/jede Heimbewohner/in ist verpflichtet, der Heimleitung ein österreichisches Bankkonto bei einer im Inland befindlichen Filiale zum Zwecke eines Abbuchungsauftrages bekannt zu geben. Der Heimbeitrag und die Vorschreibung für Strom werden zu Beginn jedes Monats von diesem Konto im Voraus, etwaige sonstige Forderungen im Nachhinein, abgebucht. Für die Kontodeckung ist Sorge zu tragen. Die Höhe des Heimbeitrages wird vom Vorstand des Studentenhilfsvereins in Linz als gemeinnütziger Heimträgerverein zu Beginn jedes Studentenheimjahres festgesetzt.
  2. Der Benützungsvertrag wird jeweils für ein Studentenheimjahr abgeschlossen, vom 15. September bis zum 14. September des Folgejahres. Studienanfänger haben die Möglichkeit, einen Benützungsvertrag auf zwei Studentenheimjahre abzuschließen, wenn dies ausdrücklich vom Studierendem verlangt wird. Nach Ablauf der Vertragsdauer endet der Vertrag, ohne dass es einer weiteren Kündigung bedarf. Auf schriftlichen Antrag des/der Heimbewohners/in, der vor Vertragsende bis spätestens 30. April bei der Heimleitung einzubringen und zu genehmigen ist, ist eine Weiterverlängerung jeweils bis zum 14. September des Folgejahres möglich. Der Benützungsvertrag kann jeweils zum Semesterende schriftlich gekündigt werden. Für das Wintersemester, Auszug per Ende Februar spätestens bis zum 30. November und für das Sommersemester, Auszug per 15. Juli spätestens bis 30. April. Alle Heimbewohner/innen unterliegen den Bestimmungen der Heimordnung/ Heimrichtlinien und der Heimverfassung.
  3. Für den Fall, dass bei einem Doppelzimmer ein Partner frühzeitig auszieht und dieser Heimplatz nicht nachbesetzt wird, so tritt für die verbleibende Person das Faktum der Einzel­zimmerbelegung ein. Ab dem Auszugstermin des Partners, wird der verbleibenden Person der Einzelzimmerpreis in Rechnung gestellt.
  4. Für eine vorzeitige Vertragsauflösung durch den Heimträger gelten die Bestimmungen des Studentenheimgesetzes.
  5. Unbeschadet der Bestimmungen des Heimstatuts ist der Vorstand des Heimträgervereins berechtigt, bei unbegründetem Zahlungsrückstand von mehr als 4 Wochen, mit dem Entzug des Heimplatzes vorzugehen. Rückstände von mehr als 8 Wochen ziehen automatisch die Übergabe der Unterlagen an den Rechtsvertreter des Heims zur Einbringung der gerichtlichen Einbringung der Forderung samt Räumungsklage nach sich.

 

§ 4

  1. Jeder/jede Heimbewohner/in hat die im StHG angeführten Rechte und Pflichten.
  2. Jeder/jede Heimbewohner/in hat sich so zu verhalten, dass andere Personen nicht gestört werden.
  3. Im gesamten Heim herrscht absolutes Rauchverbot. Daher ist das Rauchen in allen Gemeinschaftsräumen und Zimmern strengstens verboten. Raucher haben die Möglichkeit den Raucherbereich bei den Standaschenbechern vor dem Eingang, den Freiflächen und der Terrasse zu nutzen. Zigarettenstummel sind in den Standaschenbechern zu entsorgen. Im Falle des Zuwiderhandelns, wird ein schriftlicher Verweis erteilt und kann den Entzug des Heimplatzes nach sich ziehen.
  4. Den Heimbewohnern/innen wird empfohlen, sich mit der Brandschutzordnung vertraut zu machen.
  5. Das Einbringen von Waffen in das Heim ist nicht erlaubt.
  6. Von 22:00 bis 06:00 Uhr hat Nachtruhe zu herrschen. Ruhestörungen während dieser Zeit werden als grobes Vergehen gegen die Heimgemeinschaft betrachtet.
  7. Alle Gemeinschaftseinrichtungen sowie der Hallen- und Buffetbereich stehen den Heimbewohnern/innen frei zur Verfügung. Sie haben aber darauf zu achten, dass diese Einrichtungen in einem ordentlichen Zustand (insbesondere Sauberkeit nach Verlassen derselben) gehalten werden. Die Benützung der Vortragssäle (sind keine Gemeinschaftsräume) bedarf der besonderen Genehmigung durch die Heimleitung.
  8. Gemeinschaftsveranstaltungen, die grundsätzlich nur in den Gemeinschaftsräumen stattfinden können, bedürfen der Genehmigung der Heimleitung. Diese setzt im Einvernehmen mit dem/der Heimsprecher/in (sofern eine Heimvertretung gewählt ist) auch die Dauer der Veranstaltung und die nach der Veranstaltung verbundene Reinigung fest. Das Hauspersonal ist darüber zeitgerecht zu informieren. Alle benützten Räumlichkeiten sind von den Veranstaltern bis spätestens 06:00 Uhr Früh in einen Zustand zu bringen, der eine übliche Reinigung gewährleistet. Für jede Veranstaltung ist im Vorfeld eine/ein Verantwortliche/r zu nominieren.
  9. Jeder/jede während der Nachtruhe Heimkommende hat die Haupteingangstüren gewissenhaft zu schließen. Die Haupteingangstüren sind in ihrer Funktion nicht zu beeinträchtigen und dürfen nicht manipuliert werden. Jegliche Art von Manipulation wird als grobes Vergehen gegen die Heimgemeinschaft betrachtet.
  10. Die Fluchttüren zu den Außenstiegen sind ständig geschlossen zu halten und nur im Notfall zu öffnen. Diese Türen sind in ihrer Funktion nicht zu beeinträchtigen und dürfen nicht verstellt, blockiert oder auf andere Weise manipuliert werden. Jegliche Art von Manipulation wird als grobes Vergehen gegen die Heimgemeinschaft betrachtet.

 

§ 5

  1. Heimfremde Personen dürfen nicht ohne ausdrückliche Erlaubnis der Heimleitung im Heim übernachten (im Sinne der Heimrichtlinien). Bei Übertretung dieser Bestimmung verliert der/ die hausfremden Personen aufnehmende Heimbewohner/in im Wiederholungsfall den Heimplatz.
  2. Es ist den Heimbewohnern/innen ausdrücklich untersagt, ihre Räume an Dritte weiterzugeben oder diese ganz oder teilweise zu vermieten. Zuwiderhandlungen führen zum Ausschluss aus dem Heim.
  3. Alle Besucher haben sich an die Hausordnung zu halten. Jeder/jede Heimbewohner/in der/die Besuche empfängt, ist für deren Verhalten im Heim allein verantwortlich und ist die Heimleitung berechtigt, ein angemessenes Benützungsentgelt zu verlangen.
  4. Die Weitergabe des Chipschlüssels an Dritte ist strengstens untersagt.
  5. Der Heimleitung sowie dem Hauspersonal ist nach vorheriger Ankündigung der Zutritt zu sämtlichen Räumlichkeiten gestattet, wobei diese schriftlich 48 Stunden vorher via E-Mail und/oder Telefon bekanntgegeben wird. Bei Gefahr in Verzug (Feuer, Wasser, sonstige ernste Schäden, etc.) oder eines konkreten Verdachts auf Nichteinhaltung der Heimordnung/ Heimrichtlinien, ist die Heimleitung und das Hauspersonal berechtigt, sofort das Zimmer zu betreten. Werden seitens des Bewohners Schäden, welche vom Heimträger zu reparieren sind, gemeldet, so inkludiert dies den Zutritt zum Heimplatz ohne vorhergehende Ankündigung. Die Zeiten der Reinigungsarbeiten sind ausgehängt.
  6. Der/die Heimbewohner/in ist verpflichtet, bei Einzug bei der Heimleitung eine E-Mail-Adresse und seine/ihre Telefonnummer zu hinterlegen. Die Heimleitung ist berechtigt, an diese E-Mail-Adresse schriftliche Zustellungen zu übersenden und gelten diese bis zur Bekanntgabe einer neuen E-Mail-Adresse als zugestellt. Der/die Heimbewohner/in nimmt sohin zur Kenntnis, dass er/sie verpflichtet ist, jegliche Änderung der E-Mail-Adresse bekanntzugeben.
  7. Bei gesellschaftlichen Veranstaltungen des Heims übt die Heimvertretung (sofern eine gewählt ist) einvernehmlich mit der Heimleitung das Hausrecht aus. Sie sorgen dafür, dass bei solchen Gelegenheiten der gute Ruf des Heims gewahrt bleibt. Grundsätzlich haben nur geladene Gäste Zutritt zu Heimveranstaltungen, wobei derjenige/diejenige Heimbewohner/in für das Verhalten der Gäste verantwortlich ist, der/die sie eingeladen hat.

 

§ 6

  1. Jeder Heimplatz muss am Tag der Übernahme, mittels eines Zimmerübernahmeprotokolls, persönlich durch die einziehende Person übernommen werden. Dieses Protokoll muss vollständig ausgefüllt und unterzeichnet werden (im Doppelzimmer von beiden). Hinsichtlich etwaiger in diesem Protokoll nicht verzeichneter Schäden, obliegt dem/der Heimbewohner/in der Nachweis, dass diese Schäden schon zum Zeitpunkt der Übergabe bestanden haben. Für Schäden muss jeder/jede Heimbewohner/in selbst aufkommen. Alle Schäden sind der Heimleitung zu melden. Die ist um eine möglichst rasche Behebung bemüht.
  2. Beide Zimmerbewohner/innen haften zu ungeteilter Hand.
  3. Bei Schäden, die in den Gemeinschaftsräumen entstehen, haftet, sofern ihr Verursacher nicht ausfindig gemacht werden kann, die Heimvertretung (sofern eine gewählt ist) im Rahmen ihres Budgets. Eine persönliche Haftung trifft Mitglieder der Heimvertretung aufgrund ihrer Eigenschaft als solche nicht.
  4. Jeder/jede Heimbewohner/in ist verpflichtet, das Inventar seines/ihres Zimmers und aller sonstigen Räume mit größtmöglicher Schonung zu behandeln, Verschmutzungen zu vermeiden und Beschädigungen oder Verluste unverzüglich zu melden. Ein/eine Heimbewohner/in, der/die eine Schadensmeldung unterlässt, kann sich nicht darauf berufen, dass der Schaden vor seinem/ihrem Einzug in das Zimmer bereits bestanden hat. Er/sie haftet für alle Schäden, die von ihm/ihr oder seinen/ihren Gästen verursacht wurden. Er/sie hat sein/ihr Zimmer stets so in Ordnung zu halten, dass auch die wöchentliche Reinigung oder notwendige Reparaturarbeiten ordnungsgemäß erfolgen können.
  5. Für Reinigungs- oder Reparaturarbeiten ist der Zutritt für bevollmächtigte Personen ab 08:00 Uhr nach vorheriger Ankündigung zu gewähren. Zur Abwendung einer unmittelbaren Gefahr oder eines konkreten Verdachts auf Nichteinhaltung der Heimordnung und Heimrichtlinien, ist eine Ankündigung vor Betreten eines Heimplatzes nicht erforderlich. Es ist den Heimbewohnern/innen untersagt, dem Wartungspersonal Anweisungen zu geben oder diese für persönliche Dienstleistungen heranzuziehen.
  6. Das Entfernen oder Verstellen von Möbeln und Betten, mit denen die Räumlichkeiten des Heims ausgestattet sind, sowie eigenmächtige Veränderungen in den Zimmern, sind nicht gestattet.
  7. Das Bekleben der Wände und Türen ist nicht erlaubt. Auch dürfen keine Nägel oder Schrauben in die Wände/ Möbel gebracht werden
  8. Bei Verlust eines Chip- oder Postkastenschlüssels, ist die Heimleitung umgehend zu verständigen.

 

§ 7

  1. Sämtliche von den Heimbewohnern/innen betriebenen Elektrogeräte müssen den jeweils gültigen gesetzlichen Sicherheitsbestimmungen entsprechen. Alle Ladegeräte sind beim Verlassen des Zimmers aus der Steckdose zu ziehen.
  2. Tierhaltung jeglicher Art ist im Heim verboten.

 

§ 8

  1. Es wird darauf hingewiesen, dass eine durchgehende Überwachung des Zugangs in das Heim nicht erfolgt. Daher sind die Zimmertüren und Zimmerfenster während der Abwesenheit geschlossen zu halten. Für abhanden gekommenes oder beschädigtes Privateigentum haftet der Heimträger nicht. In diesem Zusammenhang, wird auf die Möglichkeit der privaten Haftpflichtversicherung bzw. Versicherungsschutz für Studierende hingewiesen.
  2. Der Abschluss einer Haushaltsversicherung ist nicht zwingend notwendig, jedoch von Vorteil. Bei Meldung eines Hauptwohnsitzes im Johannes Kepler Heim, steht es dem/der Bewohner/in frei eine zusätzliche Haushaltsversicherung abzuschließen. Bei der Meldung eines Nebenwohnsitzes kann teilweise die Versicherung des elterlichen Haushaltes diesen mitversichern, dies ist individuell abzuklären. Die Versicherung des Heimträgers haftet NICHT für verursachte Schäden durch Bewohner/innen sowie deren abhanden gekommenes oder beschädigtes Privateigentum.
  3. Jeder/jede Heimbewohner/in ist aufgerufen, im Verbrauch von Wasser und Energie sparsam umzugehen.

 

§ 9

  1. Das Waschen von Kraftfahrzeugen und Zweirädern ist im gesamten Außenbereich des Heims untersagt, ebenso das Durchführen von Service- und Reparaturarbeiten.
  2. Die Benutzung der Parkplätze und Außenanlagen erfolgt auf eigene Gefahr. Für abgestellte Fahrzeuge übernimmt der Heimträger keine Haftung. Es dürfen nur Kraftfahrzeuge und Zweiräder mit polizeilichem Kennzeichen abgestellt werden. Die Bestimmungen der Parkordnung sind strikt einzuhalten.
  3. Kraftfahrzeuge dürfen auf dem heimeigenen Parkplatz nur dann abgestellt werden, wenn der/ die Heimbewohner/in eine gültige Parkberechtigungskarte sichtbar hinter die Windschutzscheibe angebracht hat. Diese Parkberechtigungskarte ist im Sekretariat erhältlich. Jeder Missbrauch, Parken auf Verkehrsflächen, Verstellen von LKW Zufahrten (z. B. Feuerwehr, Müllabfuhr, Versorgungsfahrzeuge etc.) oder Parken auf nicht als Parkplatz gekennzeichneten Flächen, kann mit dem Entzug der Parkberechtigung geahndet werden, wobei der Halter/ die Halterin und Lenker/in des Fahrzeuges für die entstandenen Schäden solidarisch haften. Jeder Fahrzeuglenker/ jede Fahrzeuglenkerin, der/die ein Fahrzeug ohne Parkberechtigungskarte auf dem Heimparkplatz abstellt oder verkehrsbehindernd parkt, muss mit einer Besitzstörungsklage rechnen. Besucher/innen dürfen auf dem heimeigenen Parkplatz nicht parken, bei Verstoß muss mit einer Besitzstörungsklage gerechnet werden.
  4. Sämtliche Außenflächen inkl. Inventar und Grünanlagen sind pfleglich zu behandeln.

 

§ 10

Die Heimvertretung (sofern eine gewählt ist) besteht aus: Heimsprecher/in + Stellvertreter/in und Stockwerksprechern/innen. Der Wahlmodus ist in der Heimverfassung festgelegt.

  

§ 11

  1. Die Heimordnung tritt mit der Zustimmung des Vorstandes und der Heimleitung in Kraft.
  2. Verstöße gegen diese Heimordnung werden als grobes Vergehen im Sinne der Heimverfassung gegen die Heimgemeinschaft behandelt. Die Heimleitung kann den/die Heimbewohner/in, im Wiederholungsfall mit Androhung der Kündigung, mahnen. Die Mahnung erfolgt schriftlich unter Anführung des Tatbestandes.